Begriffe der Fotografie und kleiner Ratgeber.

 


Kameratypen

 

Spiegelreflexkamera (DSLR)

Die Spiegelreflexkamera hat, wie der Name sagt einen Spiegel eingebaut. Durch diesen sieht man im Sucher exakt das Bild, dass auf den Sensor treffen wird. Der Spiegel wird beim Auslösen hochgeklappt. Oldschool Fotografie.

 

Systemkameras

sind spiegellose Digitalkameras mit einem elektronischen Display. Sie haben zudem die Möglichkeit Objektive auszutauschen.

Es gibt mittlerweile sehr gute Kameras, sogar Vollformatkameras. Jedoch ist meist der Akkuverbrauch, durch das elektronische Display noch sehr hoch. Sie werden aber immer beliebter, da sie kleiner und leichter als normale DSLR sind. Ihnen gehört wohl die Zukunft.

 

Kompaktkameras

sind in der Regel kleine Kameras mit einem geringeren Funktionsumfang und niedriger Bildqualität.

Noch zähle ich Handykameras auch dazu. Ja auch vom IPhone!

 

Bridgekameras

sind eine Mischung aus kleinen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras mit fest eingebautem Objektiv.

Vielleicht die beste Kamera für Hobbyfotografen, die eine einfache und nicht zu große Kamera für den Urlaub wollen.

 

Canon, Nikon, Olympus, Sony...?

Wer einsteigen will, hat die Qual der Wahl. Die meisten Kameras sind aber heute schon so gut, dass man mit jeder Kamera gute Fotos machen kann. Selbst Handykameras machen schon tolle Fotos.

Canon und Nikon gehören seit langer Zeit zu den Platzhirschen. Sollte einem die Bedienung einer dieser Kameras zusagen, kann man damit sicherlich nichts falsch machen.

Favorit ist aber derzeit (2018) Sony. Die Systemkameras punkten mit tollen Dynamikumfang und Schwarzwerten.

Nikon schwächelt gerade (2018) etwas.

Wer sich nicht entscheiden kann, guckt sich vielleicht mal im Bekanntenkreis um. Denn wenn jemad anderes schon Equipment hat, kann man sich vielleicht mal was ausborgen, oder tauschen.  Bei solch einem teuren Hobby ist das vielleicht mal hilfreich.

Ich habe übrigens seit vielen Jahren das Canon-System.


 

Objektive / Brennweite 

 

Brennweite
Die Brennweite besagt, mit welchem Abstand ein Motiv aufgenommen wird. Ein Teleobjektiv z.B. hat eine sehr hohe Brennweite (z.B. 200 mm, 400 mm und mehr), ein Weitwinkelobjektiv hat eine sehr kleine Brennweite (z.B. 10 mm oder 16 mm). Die Brennweite die dem menschlichen Sehen in etwa entspricht und somit gerne für Portraitaufnahmen verwendet wird, liegt bei 50 mm.

 

Immer-drauf (mein erstes Objektiv)

Mein "Immer-drauf"-Objektiv ist ein 24mm bis 105mm Objektiv. Dieser Brennweitenbereich, deckt viel ab und ist in den meisten Fällen, in denen es schnell gehen muss, ein guter Kompromiss, z.B. im Urlaub, oder bei einem Ausflug.

 

Makro

Von einer Makroaufnahme kann man sprechen, wenn das fotografierte Objekt, etwa in der größe 1:1 auf dem Sensor aufgenommen wird. Ich habe ein 100mm Makroobjektiv (welches sich übrigens auch hervorragend für Portraits eignet).

Es gibt auch die Möglichkeit, ein normales Objektiv mit einem Retroadapter, oder auch Umkehrring, verkehrt herum auf die Kamera zu setzen. Diese Adapter sind mit rund 20,- € auch wesentlich günstiger, als Makroobjektive. Zum Ausprobieren vielleicht ganz gut.

Makrofotografie kann auch kompliziert werden. Bei Makroaufnahmen hat man nur einen sehr kleinen Schärfebereich. Wer z.B. eine Blüte von vorne bis hinten durchgehend scharf aufnehmen möchte, kommt um ein Stativ und eine Computernachbearbeitung nicht herum.

 

Weitwinkel

Das ultimative Weitwinkel ist wohl heutzutage die 360° Grad Kamera.

Danach kommt wohl das Fischauge, oder Fisheye, mit einer Brennweite von 8mm. Das ist schon ziemlich speziell.

Weitwinkelobjektive werden gerne in der Natur- und Landschaftsfotografie, aber auch in der Architekturfotografie benutz.

Ein schönes Allround-Weitwinkelobjektiv, welches ich empfehlen kann ist das 16mm bis 35mm.

 

35 mm, 50 mm, 85 mm

Das sind die klassichen Portrait und Reportage Brennweiten.

50mm ist der Bereich, den auch das menschliche Auge sieht.

 

Tele

Im allgemeinen gibt's hier nicht viel zu sagen.

Ein Teleobjektiv holt alles ran. Wobei ich jetzt bei einem 60mm noch nicht von einem Teleobjektiv sprechen würde.

Teleobjektive werden in der Tier- und Sportfotografie eingestzt.

Das sehr beliebte 70mm - 200mm Objektiv wird auch sehr gerne in der Portraitfotografie eingesetzt.

Profiobjektive, mit z.B. 600mm oder 800mm, gehören zu den teuersten Objektiven überhaupt undkönnen locker über 10.000€ kosten.

 

Tilt-Shift

Diese Objektive sind sehr teuer und sind hauptsächlich in der Architektur- und Produktfotografie beliebt.

Anders als bei Weitwinkelobjektiven, können in der Architekturfotografie, mit dem Shiften z.B. stürzende Linien,

oder anders gesagt ein "Pyramiden-Effekt"  verhindert werden. Außerdem kann durch das Tilten der Schärfebereich, z.B. in der Produktfotografie, verschoben werden.

Ein relativ bekannter Effeckt, der dabei entstehen kann, ist der Miniatureffeckt.

Man kann aber auch z.B.  kleinere Objekte von vorne bis hinten scharf stellen.

Das Objektiv besitzt "Gelenke" und wird manuell eingestellt.

 

Lensbaby

Das Lensbaby wird gerne als Spaßlinse bezeichnet.

Eigentlich ein einfaches Tilt-ohne-Shift-Objektiv.

Man knickt hier das Objektiv ein und erhält dadurch einen speziellen Unschärfe-Effekt.

 

Zoom und Festbrennweite

Wenn bei einem Objektiv die Brennweite nicht verstellt werden kann, handelt es sich um eine Festbrennweite.

Diese Objektive haben den Vorteil, dass größere Blenden eingebaut werden können und dadurch der Unschärfebereich höher ist, was zum Beispiel bei Portraits gewollt ist. Außerdem kann mit größeren Blenden, besser in dunklen Situationen fotografiert werden; es fällt mehr Licht rein. In sehr hellen Situationen allerdings kann es auch zu Überbelichtungen führen, z.B. bei Sonnenlicht. Das kann aber wiederum mit Verschlusszeiten korrigiert werden.

 


Einstellmöglichkeiten

 

Die Blende
befindet sich im Objektiv. Sie läßt sich in Stufen öffnen und schließen.
Je offener die Blende ist (z.B. 1,8 oder 4), desto mehr Licht fällt in das Objektiv und desto mehr Tiefenunschärfe gibt es. Das Motiv wird also bei einer offenen Blende vom Hintergrund freigestellt. Motiv scharf – Hintergrund unscharf.
Je kleiner die Blende ist (z.B. 16 oder 22) desto schärfe wird das Bild von vorne bis hinten.
Man kann sich das vielleicht mit dem zukneifen der Augen veranschaulichen. Wenn wir etwas scharf sehen wollen, kneifen wir die Augen zusammen, also unsere Blende, das Augenlid, schließt sich. Es kommt auch weniger Licht rein und es kann sein, dass das Bild zu dunkel wird. Je offener die Blende, desto teurer das Objektiv.

Die Verschlusszeit
Mit der Verschlusszeit kann man regeln wie lange Licht einfällt. Je länger die Verschlusszeit, desto mehr Licht fällt in das Objektiv. Je länger belichtet wird, desto heller wird also das Bild.
Mit der Verschlusszeit kann man Bruchteile einer Sekunde einfrieren und z.B. bei einem Springbrunnen, jeden einzelnen Wassertropfen sichtbar machen. Oder man kann mit einer langen Belichtungszeit einen Wasserfall wie einen Samtvorhang aussehen lassen. Ist die Kamera aber nicht genug stabilisiert, verwackelt die Aufnahme.

 

Brennweite

Darüber gibt es hochwissenschaftliche Berechnungen.

Aber das ist ungefähr der Abstand, zwischen dem Linsenglas und dem Sensor (bzw. Fokus).

Damit stellt man in erster Linie den Abstand zum Motiv ein. Damit können aber auch Tiefenschärfeeffekte beinflusst werden.


Iso (früher Asa)
Mit der Isoeinstellung kann man das Licht künstlich heller machen, den Sensor empfindlicher machen. Je mehr Iso eingestellt wird, desto heller wird das Bild. Allerdings erhöht sich damit auch das sogenannte Bildrauschen, das Bild wird pixeliger und unschöner. Ziel sollte es sein, mit der niedrigsten ISOzahl zu fotografieren, meistens 100.

Die Einstellung der genannten Funktionen bestimmt letztlich die Helligkeit und die Schärfe eines Bildes.


Am allerwichtigsten ist aber der Fotograf hinter der Kamera!

„Der Gebrauch einer Kamera ist ähnlich der eines Messers:

Man kann damit Kartoffeln schälen, aber auch eine Flöte schnitzen.”
Erich Kahlmeyer